27.02.2018 10:42 Alter: 292 Tage
Kategorie: Aktuelles, Presse

Lager in der Lebensmittelbranche effektiv verwalten

Grafischer Materialflussrechner im Zusammenspiel mit SAP


Neben einem guten Produkt erfordern Unternehmenserfolge in der Lebensmittelindustrie ein hohes Maß an Produktionsplanung. Bestehende Betriebe benötigen Veränderungen, um beständig am Puls der Zeit zu agieren. Doch sie stehen vor Hürden: Lebensmittelbetriebe sind dazu verpflichtet, Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit und Hygiene einzuhalten. Gerade dadurch steigt in der gesamten Branche die Wichtigkeit des Just-in-time-Prinzips. Im Supply-Chain-Management muss demnach alles reibungslos funktionieren und eingebaute Systeme spielen oft eine entscheidende Rolle. Während wichtige Punkte der Sicherheit wie Kühlung oder Mindesthaltbarkeit über das Enterprise-Resource-Planning (ERP) oder Warehouse-Management-System (WMS) gesteuert werden können, gibt es, gerade beim Materialfluss, noch Möglichkeiten zur Optimierung. Produzierende Betriebe müssen sich ständig damit beschäftigen, wie sie effizienter arbeiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Auf dem neuesten Stand bleiben
Im Lebensmittelbetrieb ist nicht nur das Produkt entscheidend für Erfolg – auch eine effiziente Produktion bestimmt darüber, ob ein Unternehmen wirtschaftlich arbeitet. Für eine bessere Wirtschaftlichkeit sorgen daher neben kreativen und innovativen Produkten auch neueste Technologien und schlanke, effiziente Prozesse. Zudem können Unternehmen durch regelmäßige Überprüfung ihrer Vorgänge auf lange Sicht enorme Kosten sparen. Wer regelmäßig seine gesamten Abläufe hinterfragt, erkennt, wo es noch Stellschrauben zur Verbesserung gibt. Durch die Entwicklung neuer Technologien ergeben sich gleichzeitig Möglichkeiten für Optimierungen, die bisher nicht vorhanden waren, beispielsweise können sie Einlagerung oder Verpackung von Ware effizienter gestalten.

Kleine Maßnahmen, große Wirkung
Dabei erfordert ein effizientes Supply-Chain-Management nur minimale Veränderungen: Beispielsweise existiert die Möglichkeit, dass Unternehmer den Materialfluss ihrer Produktion modernisieren. Dafür schalten sie zwischen alle Maschinen, die im Zusammenhang mit der Gewinnung, Be- und Verarbeitung sowie der Verteilung von Produkten stehen, einen grafischen Materialflussrechner wie matCONTROL graphics der sysmat GmbH. Dieser bildet ein Bindeglied zwischen Anlage und ERP-Software, wie etwa SAP, wodurch der Betrieb einen Überblick über den gesamten Materialfluss erhält. Häufig kommen in der Lebensmittelbranche unterschiedliche IT-Umgebungen einzelner Anlagen zum Einsatz. Um jedoch effizient zu arbeiten, sollten alle vorhandenen und künftigen Systeme perfekt miteinander agieren. Verschiedene Standorte und Anlagen miteinander zu verknüpfen, um hier bessere Strategien für Transport und Produktion zu ermöglichen, wird durch den Einsatz eines grafischen Materialflussrechners realisiert. Vorhandene Software nahtlos integrieren Gleichzeitig eignet dieser sich für solche Modernisierungsmaßnahmen, da er sich problemlos in die vorhandenen ERP und WMS wie SAP integrieren lässt. Im Idealfall ergänzen diese neuen Programme SAP und fügen spezielle Funktionen, die den Materialfluss betreffen, hinzu. Der matCONTROL graphics übernimmt die Anlagensteuerung und stellt wichtige Erweiterungen für die Optimierung der Abläufe bereit. So können unter anderem befüllte Produktpaletten in Regalen zwischengelagert werden, damit sie später ausgelagert oder kommissioniert werden können. Diese neue Zwischenpufferung dient auch als zusätzliche Staustrecke. Durch eine Puffersteuerung ist es für Lebensmittelbetriebe in der Fördertechnik möglich, die Ware nach Touren und Kunden zu sortieren.

Zusatzfunktionen inbegriffen
Der grafische Materialflussrechner bietet außerdem die Möglichkeit, Etiketten auf die Paletten oder Behälter der Ware zu drucken. Innerhalb der Software von sysmat kann der Anwender auf Transportdaten zugreifen. Dadurch nimmt ihm die Software einige Tätigkeiten ab und ermöglicht einen Überblick über anstehende Transporte: Somit erleichtert der Rechner die Entscheidungsfindung hinsichtlich der richtigen Transportstrategie. Dennoch bleiben die Standardfunktionen von SAP erhalten. So bedient zum Beispiel in der Praxis SAP weiterhin die Bestandsverwaltung – ein Bestandsabgleich wird hinfällig. Die automatisierte Anlage erhält die Aufträge künftig direkt und meldet Erledigtes unmittelbar zurück, wobei die Rückverfolgbarkeit durchgängig möglich ist. Konfigurierbare Schnittstellen reduzieren Entwicklungszeiten auf ein Minimum. Zudem bietet die Software bei der Verwaltung von Einlagertransporten, die als Avis vom SAP gesendet werden, einen Mehrwert: Meldet sich später die Palette über den Scanner am Einlagerungsplatz, hat der Materialflussrechner bereits den Auftrag mit dem Zielfach erhalten und kann die Palette nach Prüfung des Gewichts direkt einlagern. Eine zusätzliche Funktion ist die Verteilung der Paletten für die Kommissionierung – je nach Anforderung von SAP auch auf mehrere Kommissionierplätze. Diese werden in Gruppen zusammengefasst, so kann der Materialflussrechner die Verteilung je nach Füllstand in der Anlage entscheiden.

Zeit und Geld sparen
Für Unternehmen, die trotzdem zu hohe Kosten bei der Modernisierung fürchten, ist eine sogenannte Inhouse-Inbetriebnahme interessant: Dabei wird der Materialflussrechner bei laufendem Betrieb eingearbeitet. So dient die Inbetriebnahme gleichzeitig als Schulung für die Mitarbeiter. Während der Konfiguration für die Testphase erfolgt dann ihre Einarbeitung. Das spart dem Unternehmen Kosten, da weder für die Konfiguration der Anlage noch für die Unterweisung der Mitarbeiter gesondert Zeit aufzuwenden ist. Wichtige Testphasen für die neue Software finden am Wochenende statt. Dafür benötigt der Lebensmittelbetrieb maximal drei Wochenenden. Wenn dabei nur eines eingespart wird, ist das ein enormer Posten für den Unternehmer. Mit einer Vor-Ort-Inbetriebnahme kann eine Zeitersparnis von 70 Porzent erreicht werden: Derartig hohe Zeiteinsparungen zeigen sich letztendlich auch in der gesamten Bilanz.

Autor: Rainer Schulz ist Geschäftsführer der sysmat GmbH und beschäftigt sich seit rund 25 Jahren mit der Automatisierung von Lagern.


Rainer Schulz bei brainGuide
  • sysmat auf Xing
  • sysmat auf Facebook
  • sysmat auf Google+
  • sysmat auf Youtube