03.11.2010 16:41 Alter: 10 Jahre
Kategorie: Aktuelles
Von: Rainer Schulz

Logistiksoftware-Branche in Bewegung


Dieser Tage wird auf dem Logistikkongress des BVL in Berlin erstmals die von den Fraunhofer-Instituten für Materialfluss und Logistik (IML) sowie für Software- und Systemtechnik (ISST) im Rahmen eines Forschungsprojekts konzipierte Logistiksoftware Logistics Mall live demonstriert. sysmat-Geschäftsführer Rainer Schulz war vor Ort, als diese als „Revolution der Logistik“ angekündigte Software bei den Dortmunder Gesprächen dem Fachpublikum vorgestellt wurde: „Es hat mich beeindruckt, wie zutreffend die Analyse der aktuell dringlichsten Herausforderungen in der Branche war. Die Experten, die zu diesem Thema referierten – unter anderem Prof. Michael ten Hompel –, beschrieben punktgenau die Problematiken, die ich tagtäglich bei meinen Kunden vor Ort erlebe.“ Neben dem hohen Programmieraufwand für Schnittstellen zwischen Softwareprodukten und Anlagenprogrammierungen unterschiedlicher Hersteller war auch die Abhängigkeit von Lieferanten bzw. Dienstleistern für die Pflege der Systeme Bestandteil der fachlichen Diskussion.

 „Unsere Materialflussrechner-Software matCONTROL ermöglicht bereits seit Jahren die Anbindung von ERP- oder LVS-Software und automatisierter Lager- und Fördertechnik beliebiger Hersteller ohne individuelle Programmierung“, betont Rainer Schulz. Die Software hat eine grafische Bedieneroberfläche, mittels derer auch Mitarbeiter ohne Programmierkenntnisse den Materialfluss anpassen oder Störungen beheben können. Auch so genannte Blackboxen –Softwarecode, auf den nur der Hersteller einer Anlage zugreifen kann – gibt es bei matCONTROL nicht. „Wir haben in den letzten Monaten immer wieder Anfragen, Materialflussrechner auszutauschen, die erst wenige Jahre alt sind. Viele Anwender wollen beim Support oder bei einer Erweiterung ihrer Anlage nicht länger vom Anlagenhersteller abhängig sein.“

 Die dringendsten Anforderungen der Branche im Detail

„Die IT-Umgebung des Logistikers und seiner Kunden besteht zumeist aus mehreren Systemen, die miteinander interagieren müssen. Nur so können die geforderten Prozesse abgedeckt und umgesetzt werden. [...] Die Systeme wurden von den verschiedensten Anbietern erstellt. Die Interaktionsprozesse erfolgen manuell per Hand oder durch teuer programmierte Verknüpfungen zwischen den einzelnen Systemen. Wenn einzelne Verknüpfungen individualisiert werden, kann es in der Folge dazu kommen, dass Programme nicht mehr aktualisiert werden.“

 „Ein letztes Mal zurück zu den konventionellen Logistik-IT-Landschaften: Sie müssen angeschafft, gewartet, aktualisiert, gesichert und gepflegt werden. [...] Hierfür werden meist externe Dienstleister benötigt.“

„Die wenigsten Mitarbeiter der Logistikdienstleister können den Überblick über die gesamten Prozesse behalten. Die weitgehende Trennung der physischen Logistik von der IT-basierten Logistik ist ein maßgeblicher Grund hierfür. Aber auch die Komplexität der IT-Systeme verhindert einen ganzheitlichen Durchblick. Jedoch ist es ebendieser ganzheitliche Blick auf die logistischen Prozesse, der Wertschöpfung und Fortentwicklung ermöglicht.“

 Quelle: Auszüge aus „Logistics Mall – beyond market. Eine Revolution der Logistik“

 

 


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